Wenn man nicht nur sich selbst aufgibt.

Du drehst dich um dich selber und beschwerst dich über dein nicht vorhandenes Vorankommen. Aber wie willst du schon Weiterkommen ohne eine Hand, an der du dich halten kannst. Nur die Wenigsten sind stark genug, um ein kleines Stück allein weiter zu kommen. Und wenn wir ehrlich sind weißt du genau, dass du keine von diesen bist.

Meine Worte hast du grundlegend falsch verstanden. Ich stehe hier – zweifele nicht an meinen Worten- aber ich zweifele an dir. Du hast nicht nach meiner Hand gegriffen, sondern dich selbst aufgegeben. Du hast all deine Last mir auferlegt und diese kann und sollte kein Mensch tragen. Ich bin am Überlegen wie ich meinen unendlichen Kopfschmerz wegen dir loswerde. Muss mein Herz frei atmen lassen und muss mir eingestehen, dass du gar nicht so echt bist, wie ich dachte.

 

2 Kommentare 17.10.14 17:22, kommentieren

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Einsicht.

Ich empfinde es, als die falsche Zeit. den hässlichsten Moment, in deiner Nähe zu sein. mich selber zu verlieren und mich nicht von dir auffangen zu lassen. Ich sehne mich nach deinen Blicken auf meiner Haut und ich bekomm die Erinnerungen nicht aus meinem Kopf. Empfand bis vor ein paar Augenblicken noch alles richtig und jetzt entfernst du dich mit jeder Sekunde mehr. Ich greife nach deiner Hand und kann nicht mehr begreifen, dass das angeblich das Richtige sein soll. Hatte dich schon so oft darum gebeten wieder nach Hause zu kommen. Ich sitze hier und warte. Warte auf die Sonne. Kann den Sinn der ganzen Sache hier nicht begreifen. Hab das blau aus deinen Augen schon längst verloren. Und jetzt kann ich dich nicht mehr darum bitten nach Hause zu kommen, denn es wäre der falsche Ort für dich. es ist der falsche Zeitpunkt, es ist eine kleine Notlüge, die wir uns vorspielen. Würde viel zu gerne alles als richtig ansehen, doch alles was mir noch bleibt ist, dich darum zu bitten mich raus zu lassen. Mir das zu geben, was mir fehlt und mir den richtigen Ort zu zeigen. Ohne Dich.

20.8.14 20:20, kommentieren

Was ist Glück?

Nach dem zu Suchen was uns verbindet scheint ziemlich zwecklos. Auf der suche nach dem Glück, geht dieses eigentlich schon verloren. Die meisten suchen das große Glück und verpassen dabei völlig, dass sie schon dabei sind es zu durchleben. Wenn ich darüber nachdenke, kann man das große Glück nicht finden - entweder man erlebt es oder man verpasst es. Und es zu verpassen scheint ziemlich unmöglich .. man scheint dann wohl unaufmerksam. Jeder sieht das Glück anders und jeder hat eine andere Vorstellung davon ..

Glück heißt für mich - ein gutes Gefühl zu haben, das unangenehme Schweigen als angenehm zu empfinden und nichts zu bereuen, trotz einer menge Stolz Fehler zu machen und diese dann zu erkennen. Glück bedeutet für mich Menschen zu kennen auf die man sich verlassen kann, einmal unbeschwert leben zu können, seine Ziele ohne ein schlechtes Gewissen zu verfolgen und ohne jegliche Schuldgefühle zu lieben.

30.12.15 10:08, kommentieren

Längst nicht gekannt.

Der Süden, das war immer unser Ziel. Wir wollten im Süden sein & die warme Luft auf der Haut spüren. Ich kann mich noch genau an dich erinnern, am Abreisetag standest du vor mir. Dein kleines buntes Sommerkleid lies dich noch schöner erscheinen, als du es sowieso schon warst. Die blauen Blumen auf deinem Kleid erinnern mich heute noch an deine Augen, wie sie im Sommer gefunkelt haben. Ich fuhr die ganze Zeit, bis in den Süden, dein Kopf aus dem Fenster – deine Haare wehten im Fahrtwind. Es ist als wäre dein Geruch auf der ganzen Strecke verteilt gewesen. „Steig einfach aus, lass das Auto stehen & geh irgendwo hin, wo dich niemand kennt."
Niemals hätte ich es über das Herz gebracht, dich allein zu lassen. Aber wie oft hast du das schon getan? Und warum sitze ich nun trotzdem hier am Steuer? Der Traum vom Süden? Unser Traum? Oder Dein Traum? Ich hielt an, dein Kopf weit aus dem Fenster gelehnt. Ist das hier nur dein Traum? Keine Antwort. Kehren wir gemeinsam wieder zurück? Immer noch keine Antwort.
Irgendwo, kurz vor dem Süden stehen wir jetzt hier. „Komm schon, steig wieder ein“, rufst du aus dem Auto und wie mechanisch folge ich deinen Worten ohne sie wirklich zu gehört zu haben. Kurz bevor die Sonne untergeht, sind wir da, irgendwo im Süden. Ziel erreicht. Es war die ganze Zeit schon still zwischen uns, aber jetzt im Hostelzimmer in dem die letzten Sonnenstrahlen des Tages zum Fenster herein scheinen und zeigen die der Staub seinen Tanz tanzt, ist es komisch. Still und komisch wie zwischen zwei Fremden & ich frage mich, inwieweit uns fremd sind.
Als ich aus dem Badezimmer komme, mit Handtuch um den Körper,sehe ich einen einfachen weißen Zettel auf dem Bett liegen auf dem steht: „Ich fahre in den Norden um allein, allein zu sein.“

11.12.13 14:45, kommentieren

Bei dir.

All deine Bewegungen ziehe ich mit Kreide nach, damit sie nie verloren gehen. Deine Hand drücke ich so fest an meine, dass ich unsere Herzen spüren kann. Dein Atem auf meiner haut, eintättowiert um nie wieder zu verfliegen. Deine Worte auf meine Lippen geküsst und deine Gedanken fest mit Tusche auf Adern und Venen geschrieben. Tausend Spuren von dir, finde ich an mir. Geschmückt mit Gold, deinem Gold, balanciere ich zwischen deiner Welt und meiner. Ein Drahtseilakt aus Hoffnung, Vernunft, Angst und Liebe. Du bist meine Liebe und all die Angst verschwimmt wegen dir. Nimmst und gibst mir Hoffnung. Deine Vernunft flüstert direkt in mein Ohr "Ein kleines stück noch & du bist angekommen, hier bei mir, dem Guten und dem Schönen", doch ich zögere.

Ich spaziere direkt über unseren Drahtseilakt, jedoch nicht ganz ohne Zweifel und Lebensangst. Doch ich weiß, wenn ich es schaffe bei dir anzukommen, fängt das Gold an zu glänzen.

1 Kommentar 23.5.15 09:32, kommentieren

Wenn einem schlichtweg, die Kraft fehlt.

Wirrwarr in meinem Kopf.

Verzweiflung macht sich zugleich breit.

Ach, "ist doch alles behindert."

2 Kommentare 13.7.11 07:12, kommentieren

"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

Wer diese Wendung tatsächlich nutzt, und sie zu allem Übel auch noch aus lauter Selbstüberzeugung ernst nimmt, der kehrt sie nur ins Gegenteil.

Wer "unten" sagt, muss zumindest auch den Widerpart "oben" eingestehen; und wer diese Differenzierung zwischen Menschen ernsthaft vornimmt, ist ohnehin von beeindruckender Ignoranz. Denn diese Differenzierung ist gleichsam antagonistisch in ihrem Charakter; sie beschreibt keinen Entwicklungsprozess von A nach B, sondern den steten Widerspruch zwischen A und B, der der vermeintlich unüberwindbaren Gegensätze wegen unabwendbar zu sein scheint.
Dabei ist derjenige, der sich selbst nach "oben" hievt, um dann herablassend, und den Terminus des Niveaus missbrauchend, zu den Menschen "unter ihm" sich zu äußern, und dabei die Arroganz für sich zu negieren sucht, gerade der, der von der größten Arroganz zeugt; wer sich, als wäre es aus sich heraus selbstverständlich, in einer objektiv nicht einmal existenten Niveau-Hierarchie an der Spitze zu wissen glaubt, ist so selbstherrlich, dass es ihm geradezu richtig erscheint, Menschen ihrem "Niveau" entsprechend in kastenähnliche Stufen einzuteilen.
Dabei ist es bereits eine Unverschämtheit, so vermeintlich unanzweifelbar über das "Niveau" eines Menschen zu urteilen, wenn dieser Begriff so weitläufig und variabel anwendbar ist, dass es keinen festlegbaren Parameter gibt, welcher ein objektives Urteil zuließe.

Arroganz sieht nur von oben aus wie Niveau.

2 Kommentare 4.7.11 16:42, kommentieren